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Teroldego Weine

Im Hinblick auf die Weintage am 21. und 22. Oktober 2006 in Vaterstetten

Club Europeo Dei Gourmet auf Weinreise im südlichsten Südtirol. Kurtinig am Fusse des Mendelgebirges hat eine Besonderheit.

Für die 23. Weintage in Vaterstetten vom 21.-22. Oktober 2006, Samstag von 12 – 20 Uhr und Sonntag von 11 – 18 Uhr in der Reitsbergerhalle, hat Martin Teutsch, der erstmals dabei ist, hat einige seiner Teroldego-Weine dabei. Zum probieren und kennen lernen. Für viele Feinschmecker bestimmt ein Erlebnis der besonderen Art.

Von Aloisius B. Landgraf

 

Es ist Herbst geworden – auch in Südtirol. Herbst der sich im untersten Südtirol als ein warmer Spätsommertag ankündigt. Strahlend blauer Himmel, Temperaturen um die 24 Grad. Kurtinig heißt der Weinbauort der nordöstlich von Salurn ganz knapp an der Grenze zum Trentino dem nächstgrößeren Weinanbaugebiet im Norden Italiens.

Und hier im südlichsten Zipfel von Südtirol hat der Weinbauer Martin Teutsch sein kleines Obst- und Weingut. Klein aber fein – und etwas ganz besonderes. Denn Martin Teutsch baut einen Wein an, der in Südtirol sonst nicht vorkommt.

Normalerweise wird er der "Prinz" des Weines von Trentino betrachtet. Eingeborener Weinstock aus Trentino, hat verschiedene biochemische Kennzeichen mit dem Marzemino zusammen. Der Teroldego bekommt den Name von einer Örtlichkeit, die in der Gemeinde Mezzolombardo liegt: Teroldeghe.
Diese Rebsorte wächst am besten in der Piana Rotaliana, die berühmte Ebene, die mit angeschwemmte Trümmer vom Fluß Noce gebildet worden ist in der Gemeinden Mezzolombardo, Mezzocorona und San Michele all'Adige und in Kurtinig Das Blatt ist groß, fünfeckig, ein wenig gestreckt und dreilappig; verfärbt sich im Herbst rot. Die Traube ist mittelgroß, gestreckt, pyramidenförmig, mit zwei kleinen Flügeln an der Basis; durchschnittlich kompakt; Beeren sind regelmäßig; Schale bereift, ziemlich dick, blauschwarz; Fleisch saftig; Geschmack einfach, süßsauer. Der Wein wird intensiv rubinrot mit Anflügen von Himbeere und das Bouquet zart, duftend. Korperreich, mit einem feinen bitteren Nachgeschmack und einen leichten Mandeln Geschmack. Der Name Teroldego heißt aber auf gut Deutsch auch „Tiroler Gold“. Die sehr alte Rebe wurde urkundlich schon Ende der 1480er Jahre erwähnt und soll anlässlich des Konzil von Trient gereicht worden sein.

Bei Martin Teutsch wächst der Wein schon im Hausvorgarten mit einem Blick auch das Mendelmassiv und bei der Lese geht’s es nicht gerade leicht zu. Steilhänge und teilweise sehr unwegsames Gebiet erschweren dem Winzer und seiner Familie das abschneiden und sortieren der langen Beeren. Jede schon etwas angetrocknete oder von Vögeln angefressene Beere wird vor der Entrebbelung (die Beeren werden vom Stiel entfernt) und der Pressung entfernt. Eine zeitaufwendige und bei diesen Temperaturen schweißtreibende Aufgabe. Und es wird heuer ein kräftiger Wein. Denn die warmen Tage und die nächtlichen 8 – 10 Grad sind bsonders in den letzten Wochen der Reifung wichtig. Und genau diese Konstellation macht den 2006er Teroldego, wie auch den gerade geernteten Weißburgunder und die typischen Vernatschtrauben zu einer Besonderheit. Dann wird schonend gepresst, nicht zuviel dass die Kerne in der Beere nicht zerdrückt werden, aber doch soviel, dass auch der letzte edle Tropfen ins Fass kommt.

Dann geht’s schon ab ins Edelstahlfass mit Rührwerk. Dort bleibt der jetzt zu gären beginnende Fruchtsaft mit samt den Trauben, denn die Schale macht die schöne tiefrote Färbung, bis nach ca. einigen Tagen die Gärung voll läuft. Dazwischen wird vorsichtig gerührt um alle Schalen möglichst Danach werden die Schalen von der gärenden Flüssigkeit abgezogen. Diese Schalen bekommen dann die Brennmeister befreudeter kleiner Brennerein, denn daraus kann man einen herrlichen Grappa `teroldego herstellen.

Nach einem Jahr der Reifung im Stahlfass ist der erste Wein trinkbar. Ein Teil davon kommt ins kleine Eichenfass. Barrique ist die Bezeichnung für ein kleines Eichenfass, das zum Ausbau von Rot- oder Weißwein dient. Ursprünglich war der Begriff ein französisches Weinmaß (barrique = Fass), das in der Regel 225 Liter fasst. Doch dieser fälschliche Begriff Barriquewein – eigentlich müsste es heißen Fasswein, wird jedoch schamlos ausgenutzt. Dazu aber anderer Stelle.(Bericht auf nachfoldenden Seiten)

Für die 23. Weintage in Vaterstetten vom 21.-22. Oktober 2006 in der Reitsbergerhalle, hat Martin Teutsch, der erstmals dabei ist, einige seiner Teroldego-Weine dabei. Zum probieren und kennen lernen. Für viele Feinschmecker bestimmt ein Erlebnis der besonderen Art.

Ganz NEU:
Samstag und Sonntag ab 12 Uhr  bis eine Stunde vor Schluss, verkehrt ein Bus-Shuttle vom S-Bahnhof Baldham (S4) zur Reistbergerhalle. Stündlich Hin- und Rückfahrt.



Alois Landgraf, für den Club Europeo Dei Gourmet Tel. 08106/7467 und 0171-337663
 

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